Von Michael Jagersbacher: „Besonders eindrucksvoll ist, wie der Roman die Jahre des Nationalsozialismus nicht als abgeschlossenes Kapitel behandelt. Die Vergangenheit tritt nicht in Form großer Enthüllungen auf, sondern in Andeutungen, Erinnerungsfragmenten und Verhaltensmustern. Darin liegt die Glaubwürdigkeit des Textes. Die Kleinstadt wird nicht als dunkler Ort gezeichnet, sondern als scheinbar normaler Raum, in dem Verdrängung Teil des Alltags geworden ist.
Susanne Schulz erzählt nicht mit erhobenem Zeigefinger. Sie vertraut auf Atmosphäre, Beobachtung und die schleichende Erkenntnis, dass das Unausgesprochene oft gefährlicher ist als das offen Bekannte.“














