Jim Albright

Nicky Hellfritzsch

2009-2015 Theater Naumburg – Das kleinste Stadttheater Deutschlands

Von 2009 – 2015 baute ich als Intendantin das Theater Naumburg, das ehemalige Puppentheater „Die kleine Bühne Naumburg“, zum „Kleinsten Stadttheater Deutschlands“ als energetischen Treffpunkt für alle Bevölkerungsgruppen und Generationen auf.

Ästhetik

Das Theater zeichnete sich durch Figurentheater, Schattentheater, Straßentheater, Musiktheater und Schauspiel sowie Crossover-Projekte aus.

Neben Inszenierungen der Welt- und Gegenwartsliteratur wurde ein Schwerpunkt die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Stadt Naumburg und ihrer Region.

Ich etablierte unzählige Projekte an ungewöhnlichen Orten und erschloss neue Spiel-Räume. Burgen, Kirchen, Gutshäuser, Weingüter, die Naumburger Straßenbahn, das Oberlandesgericht, das Schiff Unstrut Nixe, Straßen, Plätze, ein Restaurant, ein Hotel, der Garten des Naumburger Doms, das mittelalterliche Marientor u.v.a.m. wurden zu Spielorten unseres Theaters.

Zur Landesausstellung 2011 – „Der Naumburger Meister. Bildhauer und Architekt im Europa der Kathedralen“ – war das Theater Naumburg gleich mit zwei außergewöhnlichen Projekten vertreten. „Der Name der Rose“ nach Umberto Eco wurde für die mittelalterliche Sommertheater-Spielstätte Marientor als Raumtheater inszeniert. In Kooperation mit der Stadt Naumburg und den Vereinigten Domstiftern zu Merseburg und Naumburg erweiterte das Theater Naumburg mit „Lichtschattentänzer“ im Dom-Garten sein künstlerisches Repertoire und bediente sich der Mittel des Tanztheaters, die zusammen mit Musik, Masken und Figuren ein sinnliches Theatererlebnis bildeten.

„… Viel eher ist ihr Metier die Theatererweckung.“

Die Köpfe der Saison in DIE DEUTSCHEN BÜHNE 9/2015.

Artikel als .pdf hier.

Kooperationen als Möglichkeit der Identifikation mit dem Theater

Durch Kooperationen mit kulturellen Partnern aus Stadt und Region, darunter die Vereinigten Domstifter zu Merseburg und Naumburg, der Claudius Männerchor, der Förderverein der Hildebrandt-Orgel, die Nietzsche-Stiftung oder das Oberlandesgericht, die Naumburger Straßenbahn, eine Schifffahrtsgesellschaft, Gutsbesitzer, Weinbauern u.v.m., setzte ich auf die Beteiligung der Naumburger Bürgerschaft am künstlerischen Prozess und die Vernetzung von Künstlern aus dem In- und Ausland.

Kulturelle Bildung

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der kulturellen Bildung von Kindern und Jugendlichen durch Figurentheater, Objekttheater und Schauspiel sowie der entsprechend ausgerichteten theater- pädagogischen Arbeit. Hier konnte auch eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit einer Schultheatergruppe sowie der sogenannte „Social Day“ in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bank und dem Naumburger Tageblatt etabliert werden.

Deutscher Bühnenverein

Von 2011 – 2015 war ich Vorstandsmitglied des Deutschen Bühnenvereins, Landesverband Ost. Durch diese Tätigkeit war es möglich, das Theater Naumburg in das Netzwerk der deutschen Theaterlandschaft einzubinden und langfristig für die Planungssicherheit des Theaters durch öffentliche Förderungen zu sorgen.

https://www.theater-naumburg.de/

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